Ein Blick auf den deutschen und brasilianischen Markt:

Die Zahl der Banken in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen, was den Rationalisierungs- und Kostensenkungsdruck widerspiegelt. Trotz dieses schrumpfenden Marktes in Bezug auf die Zahl der Institute nahm die Größe des deutschen Bankensystems gemessen an der Bilanzsumme am BIP (Bruttoinlandsprodukt) bis zur Subprime-Finanzkrise stetig zu.

Nach der Finanzkrise haben deutsche Großbanken, insbesondere Landesbanken, ihr Interbanken- und Auslandsgeschäft zurückgefahren. Die Kosten der Finanzintermediation scheinen aufgrund verbesserter Technologie und verstärktem Wettbewerb gesunken zu sein. 

Wie sich digitale Innovationen auf die Produktivität im Banking auswirken, hängt entscheidend von Veränderungen in der Wettbewerbsstruktur der Märkte ab. Wie in anderen Branchen kann der Eintritt neuer, produktiverer Unternehmen und der Austritt etablierter Unternehmen ein Kanal für Produktivitätsverbesserungen sein. 

Neue profitable Produkte

Heutzutage stehen Neobanken unter enormem Druck zu zeigen, dass sie es ernst meinen. Investoren drängen die Fintech-Herausforderer, zu zeigen, dass sie in der Lage sind, ihre Produkte zu monetarisieren und schließlich Gewinne zu erzielen. Und diese Bedingungen sind perfekt für eine Art Marktkonsolidierung.

Die Herausforderer haben sich bemüht, neue Produkte auf den Markt zu bringen, um neue Einnahmequellen zu erschließen und die Rentabilität zu steigern. Sie sind typischerweise mit steigenden Kosten konfrontiert, während die erzielten Margen pro Kunde gering bleiben. Obwohl mehrere Jahre mit Verlusten und hohen Risikokapitalinvestitionen Standardanforderungen sind, um den Finanzmarkt zu stören, sollten einige Indikatoren, wie das LTV/CAC-Verhältnis, immer noch gesund sein.

Lesen Sie meine Überlegungen zu Penta, N26 und Nubank und erfahren Sie, wie ihre Produkte das unternehmerische Ökosystem in der Anfangsphase beeinflusst haben.

 

Vollständiger Artikel – Englisch: Direktlink zur Webseite der Bundeskanzlerstipendiatin Tamara Ferreira Schmidt

[Header-Image: Photo by Burst on Unsplash.]